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Forschungsdatenmanagement in den Lebenswissenschaften

Im Rahmen der INFORMATIK 2021 und der 66. GMDS-Jahrestagung hat der Fachbereich Informatik in den Lebenswissenschaften (FB ILW) der Gesellschaft für Informatik (GI) e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e.V. ein Fachgespräch zu den Perspektiven des Forschungsdatenmanagements in den Lebenswissenschaften mit Prof. Dr. Ulrike Lucke (NFDIxCS), Dr. Matthias Lange (IPK Gatersleben), Prof. Dr. Michael Kohlhase (FAU Erlangen-Nürnberg) und Dr. Martin Golebiewski (NFDI4Health) unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Lenz und Prof. Dr. Falk Schreiber (beide GI-FB ILW) veranstaltet.

Spätestens mit den Bestrebungen zur Etablierung einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) steht das Thema Forschungsdatenmanagement zunehmend im Fokus von Forschern, Fachdisziplinen, Fördermittelgebern und Universitäten. Aus den verschiedenen Perspektiven ergeben sich dabei unterschiedliche und teilweise gegenläufige, oder zumindest scheinbar gegenläufige Zielsetzungen.

Innerhalb der Fachdisziplinen soll im Rahmen der NFDI-Konsortien einen Konsens bezüglich der Verwendung und Wiederverwendung fachspezifischer Ontologien zu erreichen. Dabei geht es aber auch oft darum, mit welchen Dokumentationswerkzeugen diese Ontologien möglichst praxisnah zur Annotation von Forschungsdaten nutzbar gemacht werden können.

Prof. Dr. Richard Lenz, Sprecher des Fachbereichs ILW in der GI: "Einzelne Forscher haben ein Interesse daran, sich auf Ihre Forschungsfragen konzentrieren zu können und den Dokumentationsaufwand in Grenzen zu halten. Die Universitäten wollen Dienste anbieten, welche die Forscher verschiedenster Fachrichtungen bei der Verbesserung des Forschungsdatenmanagements und der effizienten Umsetzung der FAIR Prinzipien unterstützen sollen."

Prof. Dr. Ulrike Lucke, Vize-Präsidentin der GI: "Eine der großen Herausforderungen hin zu einem einheitlichen Forschungsdatenmanagement - in der Inforamtik aber auch darüber hinaus - wird es in den kommenden Jahren sein, hin zu einem Miteinander zu kommen und an dieser Stelle den Wettbewerb um Fördergelder hineten an zu stellen. Wir müssen es schaffen gemeinsame Ontologien zu entwickeln." 

Am Beispiel der Lebenswissenschaften wurden im Rahmen eines Fachgesprächs diese verschiedenen Perspektiven vorgestellt und diskutiert werden. In vier Beiträgen wurden unterschiedliche Perspektiven der eingeladenen Fachleute auf das Forschungsdatenmanagement beleuchtet. Die ausführlichen Vorträge könne hier gefunden werden: