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Ethische und rechtliche Perspektiven im Forschungsdatenmanagement

Wie kann ein FAIRes Forschungsdatenmanagement in der Informatik gelingen und welche ethischen und rechtlichen Fragen sind dabei zu beachten? Zu diesem Thema diskutierten Prof. Dr. Franziska Boehm und Prof. Dr. Carsten Trinitis im dritten Webtalk unserer Forschungsdatensoiree-Reihe.

Am 12. Oktober fand unter der Moderation von Nikolas Becker (Gesellschaft für Informatik e.V.) die dritte Forschungdaten-Soiree zum Thema Ethische und rechtliche Perspektiven im Forschungsdatenmanagement statt. Im Zentrum standen dabei die zwei Impulsvorträge der beiden geladenen Expert*innen.

Zunächst gab Prof. Dr. Franziska Boehm (Karlsruher Institut für Technologie, Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur) einen Einblick in ihre Arbeit und beleuchtete dabei vorallem die rechtlichen Anliegen von Forschenden, Wissenschaftseinrichtungen, Forschungsförderern sowie Partnern aus der Wirtschaft. Dabei standen grundsätzliche Fragen im Fokus: Wer hat überhaupt Rechte an Foschungsdaten die von Forschenden erhoben werden und wer kann bei Fragen zu rechtlichen Anliegen zu Forschungsdaten unterstützen? Für das Themenfeld der Informatik formulierte die Juristin konkrete Anforderungen: „Das Ziel ist die Entwicklung rechtlich verlässlicher Standards mit hoher Bedeutung für die Informatik, bei Themen wie Software-Nutzungslizenzen, Datenschutz und IT-Sicherheit und rechtliche Einordnung für KI auch für andere NFDI-Konsortien und für die NFDI insgesamt.“

Im Anschluss zeigte Prof. Dr. Carsten Trinitis (TU München) die Wichtigkeit von ethischen Aspekten im Foschungsdatenmanagement: „Informatikfachleute besitzen eine ungeheure Verantwortung und müssen sich dem auch immer wieder bewusst werden. Das gilt auch für die Auswahl, das Sortieren und das Ablegen von Daten und das gilt auch für Forschungsdaten. Wir müssen versuchen Vertrauen zu schaffen, indem die Forschungsdaten richtig selektiert werden, um z.B. Diskriminierung beim maschinellen Lernen zu verhindern.“

Die Aufzeichung der dritten Forschungsdaten-Soiree ist hier einsehbar: www.youtube.com/watch.